Meta pausiert Muse-Teilen, nachdem KI-Chats über öffentliche DNS-Records auffindbar wurden
in einfachen worten
Meta hat eine Funktion seines KI-Assistenten Muse gestoppt, mit der Menschen Chats über Weblinks teilen konnten. Eine Sicherheitsfirma fand heraus, dass viele dieser Links über eine DNS-Suche gefunden werden konnten. DNS ist eine Art Telefonbuch für Websites. Meta prüft das Problem, bevor das Unternehmen entscheidet, wie die Links geändert werden.
Ausführliche Zusammenfassung
Meta gibt an, eine Funktion seines KI-Assistenten Muse pausiert zu haben, mit der Nutzer eine Unterhaltung über einen Link mit anderen teilen können. Auslöser waren Berichte, wonach die Webadressen dieser geteilten Seiten öffentlich auffindbar sein könnten. The Verge berichtet, dass das Problem zuerst in einer Berichterstattung von Ars Technica thematisiert wurde.
In einem diese Woche veröffentlichten Bericht erklären Forscher der Sicherheitsfirma Claroc, sie hätten über öffentliche DNS-Record Ein Eintrag in einer DNS-Zone, bestehend aus Name, Typ, TTL und Daten. Vollständige Definition von DNS-Record mehr als 6.800 Muse-Links gefunden. DNS Domain Name System Das Verzeichnis des Internets, das Domainnamen mit Computeradressen verknüpft. Vollständige Definition von DNS, kurz für Domain Name System, funktioniert wie ein Verzeichnis, das Webadressen mit den Servern verbindet, auf denen sie liegen. Durch die Suche in diesen Records habe Claroc nach eigenen Angaben hunderte Muse-Unterhaltungen einsehen können.
Laut Claroc machte es die Art, wie Meta die Links erstellte, leicht, sie zu finden. Die Firma erklärt, jede Adresse setze sich aus dem Titel der Freigabe, einer kurzen Phrase zur Beschreibung der Unterhaltung, und einer zufälligen ID zusammen. Da der Hostname oft den Titel widerspiegelte, könne ein aus dem DNS stammender Hostname laut Claroc dazu genutzt werden, den vollständigen Link zu rekonstruieren.
Den Berichten zufolge gehörten zu den offengelegten Unterhaltungen die Umsatzprüfung einer Marketingfirma, der Kreditantrag eines Kleinunternehmers, der Jahreskalender eines Arbeitgebers mit allen Mitarbeitern sowie Notizen für ein Bewerbungsgespräch eines Kandidaten mit einem KI-Labor. Claroc-Forscher hätten diese Organisationen in der Quelle nicht genannt.
Tracy Clayton von Meta erklärte in einer per E-Mail verschickten Stellungnahme, Nutzer könnten bestimmte Muse-Artefakte teilen, wodurch eine Seite entstehe, auf die jeder mit dem Link zugreifen könne. Clayton sagte, das Unternehmen habe diese Funktion pausiert, während es den Bericht prüfe und Änderungen daran erwäge, wie die Links auffindbar sind.
Die Quelle weist darauf hin, dass KI-Freigabefunktionen Chats schon zuvor öffentlicher gemacht haben als beabsichtigt. Unterhaltungen mit OpenAIs ChatGPT, Anthropics Claude und xAIs Grok seien bereits in Google-Suchergebnissen erschienen.